Reiseführer – El Médano

Surfen Windsurfen El Medano

Auch wenn sich Windsurfer und Kitesurfer in El Médano besonders wohl fühlen, erfreut sich der Ort im Süden von Teneriffa auch bei anderen Urlaubern einer großen Beliebtheit. Die Stadt hat ihren ganz eigenen Charme und ist trotz des Tourismus in keinster Weise mit den großen Hochburgen im Südwesten zu vergleichen. In El Médano geht zwar geschäftig, aber auch unglaublich entspannt zu, denn der Menschenschlag hier ist irgendwie ein wenig alternativer, als in anderen Orten. Das mag durchaus daran liegen, dass sich das Leben hier hauptsächlich am Strand abspielt, denn in und um den Ort gibt es gleich mehrere davon, darunter auch der längste Strand der Insel. Wer seinen Urlaub auf Teneriffa mit viel Sand zwischen den Zehen verbringen möchte, ist in El Médano also genau richtig.

Zahlen und Fakten

El Médano gehört zur Gemeinde von Granadilla de Abona und liegt nur eine Abfahrt hinter dem Südflughafen (TFS) Reina Sofia. Der Ort hat etwa 7500 Einwohner und die Postleitzahl ist 38612. Wer seinen Urlaub in El Médano verbringen oder dort etwas unternehmen möchte, findet es im Navigationssystem ganz schnell mit den Koordinaten 28.046944, -16.537778.

Die Geschichte von El Médano

In der frühen Geschichte der Insel spielt die kleine Stadt keine große Rolle und begann sein Dasein als kleines Fischerdorf, in dem es ruhig und beschaulich zuging. Erst in den Jahren 1910 bis 1915 zog hier ein wenig moderne ein, da zu dieser Zeit eine Verpackungsanlage für Tomaten im Ort gebaut wurde. Die Verpackung und Verladung auf Boote direkt in einem Ort zu haben, war sehr praktisch, denn ein gute ausgebautes Straßennetz gab es auf Teneriffa zu dieser Zeit noch nicht. Handelswaren wurden daher größtenteils auf dem Wasserweg transportiert.

In den 40er Jahren kam es dann zur Schließung der Verpackungsanlage, was allerdings nicht bedeutet, dass diese nun leer stand. Es wurde lieber in einen Ballsaal umgewandelt, was dann auch eine ganze Weile so blieb, bis schließlich der Tourismus seinen Einzug auf Teneriffa hielt. Im Jahre 1963 wurde der Ballsaal in Hinsicht auf die Zukunft um- und ausgebaut, so dass in El Médano tatsächlich das erste Hotel im Süden von Teneriffa gebaut worden ist: Das Hotel Medano. Est steht bis heute im Ort und ist neben der Montaña Roja sicherlich eines der wichtigsten Wahrzeichen der Stadt.

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Playa Tejita, Montaña Roja, El Médano

Unsere Tipps für El Médano

Natürlich steht das Wasser hier im Vordergrund. Kit- und Windsurfen ist allgegenwärtig und es gibt einige Surfschulen im Ort. Dabei halten sich diese immer in der Bucht links von der Montaña, so dass sie Schwimmern, Tauchern und Schnorchlern nicht in die Quere kommen und ihr fest angestammtes Revier haben.

Die Strände

Strandgänger finden rechts der Montaña Roja, also des roten Berges, die Playa Tejita. Mit einer Länge von 3 Kilometern handelt es sich um den längsten Strand der Insel, an den sich dann noch ein paar kleinere Strände reihen. Hinzu kommt noch die Playa el Médano in der Stadt, sowie die Playa del Cabezo links vom Hafen und die daran anschließenden Strände Playa el Salado und Playa La Jaquita.

Übrigens kommen hier auch FKK-Freunde auf ihre Kosten, denn ganz links an der Playa Tejita, hinter einer kleinen Felsenbarriere unterhalb der Montaña Roja, ist ein offizieller FKK Bereich.

Gastronomie

Das gesellschaftliche Leben des Ortes hat sein Zentrum direkt am Platz hinter der Playa El Medano. Rund um den Platz und von dort aus in beide Richtungen an der Küste entlang reihen sich zahlreiche Bars, Cafés und Restaurants. Der Weg an der Promenade entlang ist in einem derart Meer bezogenem Ort natürlich der Treffpunkt Einheimische und Urlauber, für alt und jung. Dabei wird von Szene-Gastronomie über urkanarische Lokale bis hin zu hochwertigen Restaurants eigentlich alles geboten, was man sich wünschen kann.

Eine Clubszene oder Ähnliches sucht man in El Médano übrigens vergebens, was allerdings nicht bedeutet, dass hier nichts los ist. Immer wieder finden hier Weltcup-Events der Surfer statt und auch die Folklore kommt nicht zu kurz, wie zum Beispiel in der dritten Woche des August.

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